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Kulturtage 2018. Schreibprojekt mit Jan Snela  

Die Gruppe „Kreatives Schreiben” arbeitet mit dem Autor Jan Snela zusammen. Als erstes lasen sie eins seiner Bücher, für das er ausgezeichnet wurde. Sie arbeiteten danach mit dem Autor zusammen an ihren eigenen Geschichten. Diese verfassten Sie aus Wortschnipseln aus verschiedenen Texten, zum Beispiel aus der Geschichte „Milchgesicht” von Jan Snela und aus Zeitungsartikeln. Sie arbeiteten mit dem Autor zusammen daran und lasen sie sich gegenseitig vor.

Bericht von Philipp

 

Jan Snela zum Ablauf des Projekts

Zum Einstieg haben wir übers Lesen gesprochen. Was für die Lesenden unter den Anwesenden der besondere Reiz daran ist, warum die anderen es irgendwann aufgegeben haben. Was gerne gelesen wurde/wird, warum. 

Wir haben gemeinsam auch zwei der Texte aus „Milchgesicht” gelesen: die Titelgeschichte   und „Das Kind” und im Anschluss jeweils ca. eine UE lang intensiv darüber gesprochen.

Am ersten Tag entwarfen wir außerdem Text-Collagen aus „Milchgesicht” und Zeitungsartikeln und schrieben zusammen eine „Reih-um-Geschichte”.

Weiter übten wir mit der i-Methode , die die Schreibenden auf Wörter festlegt, in denen ein „i“ vorkommt – andere dürfen nicht verwendet werden. In einer zweiten Runde, wurde diese Methode auf einen mitgebrachten Gegenstand angewendet, der nur mit i-Wörtern beschrieben werden musste. 

 

Ergebnisse aus dem Projekt

Das Wort

Der Text, welcher sich aus mehreren Wörtern erschließt, ist wie ein Fluss voller Buchstaben. Wörter durchdringen die Fantasie, wie ein Messer die Butter. Die Laute eines Wortes erklingen wie eine Melodie, die im Inneren eines Einen immer verbleiben.

von Magnus

 

„Reih-um-Geschichte”

Jede/r sagte reih um im Kreis ein Wort, das Jan Snela notierte.

Hm. Ich Hundkatze habe heute noch kein Essen gehabt. Darum werde ich mir unbedingt sofort etwas kaufen. Dafür muss mein Bus noch mal vorbeikommen, um mich zu meiner Hütte, die voller Essen ist, zu fahren. (Immer will ich nämlich das alte, schlechte Essen, das dort mir gehört, gegen neues besseres Essen tauschen.) Jetzt habe ich jedoch Lust, etwas anderes zu unternehmen. Mist, ich erinnere mich nicht daran, ob es einen anderen möglichen geilen Weg gab. Darum gehe ich einen neuen nochmaligen, um es zu probieren. Jedoch werde ich nie einen gescheiten Weg gehen. Der Weg führt nirgendwo hin. Gestern wollte jemand mein Essen, das mir gestohlen wurde, mir wiedergeben. Nun habe ich nichts, was noch in der Hütte wäre. Warum bloß immer diese Dramatik, die mit der Idee beginnt, an Essen zu denken … Jedes Mal, wenn es nichts mehr gibt, was ich essen könnte, werde ich leicht traurig und verwandle mich in eine hilflose Diva, die nichts aufzubringen vermag. Da ich schon meinen Gedanke an Essen irrsinnig schmerzlich und traurig zugehend beherrschen werde, sinniere ich dazu oftmals ein wenig mehr spazierend. Und lachen wollen.

 

Lisa

Lisa spaziert liebend gern bei einem Teich vorbei, in diesem Teich sieht sie kleine Fische, sie liebt diese Tiere. Lisa spaziert weiter bis sie sich verirrt. Sie ist traurig, weil sie ihr Heim vermisst. Lisa ist allein, sie weiß nicht wohin mit ihr.

von Vanessa

 

Camelione

Eine Camelione die Ida heißt ist in Berlin, dabei will Ida in Indien sein. In eine magische Eiskugel ist sie rein spaziert. Ida ist in Indien. Sie ist glücklich, sie will feiern. Sie ist in einer Disco. In Indien ist ihr heiß. Sie will wieder in die magische Eiskugel. Sie ist wieder in Berlin. Sie will wieder feiern. Sie ist in Berlin in der Disco. Ida ist schläfrig. Sie ist wieder daheim. Ida will endlich einschlafen. Sie wirft die magische Eiskugel ins Igelheim. Ida ist endlich eingeschlafen.

von Richard

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