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Mensaeröffnung in der Presse  

Artikel zur Mensaeröffnung vom 6. Mai 2014 in der Zeitung Badisches Tagblatt

Zum Auftakt gibt es Frikassee

Von Sarah Kern

Baden-Baden - Hühnerfrikassee mit Reis und Erbsen, zum Nachtisch eine Banane. Dieses Gericht fand sich gestern auf den meisten Tellern in der neuen Innenstadtmensa. Wenige Minuten nach der offiziellen Eröffnung herrschte an der Essensausgabe im ehemaligen Vereinspavillon bereits Hochbetrieb.

"Hier würde ich auch gerne jeden Tag essen", hatte Bürgermeister Werner Hirth zuvor betont. Für 450000 Euro habe man viel aus dem Gebäude auf dem Gelände der Realschule gemacht. Der Bau aus den 50er Jahren wurde generalsaniert, es sind zwei Speisesäle, eine Essensausgabe sowie Toilettenanlagen entstanden.

Gut 100 Schüler finden in den Räumen Platz, wie Bürgermeister Michael Geggus berichtete. Bei dieser Größe habe man auch bedacht, dass gerade ältere Schüler oft lieber auf "Fast Food in der Stadt" zurückgriffen. Die Mensa werde gut ausgelastet sein und kein Überangebot darstellen, sagte Geggus voraus. Insgesamt können sie derzeit etwa 1300Schüler nutzen, denn: Sie ist nicht nur für die Realschule gedacht, sondern auch für das Markgraf-Ludwig-Gymnasium und das Gymnasium Hohenbaden. Sollten darüber hinaus Kapazitäten bestehen, werde man überlegen, das Angebot auch für andere zugänglich zu machen, hieß es gestern vonseiten der Verwaltung.

Realschulleiter Frank Weiler zeigte sich von der neuen Einrichtung bereits überzeugt, zu deren Einweihung neben Vertretern der Schulen und der Verwaltung unter anderem auch zahlreiche Mitglieder des Bauausschusses sowie des Schul-, Kultur-, und Sportausschusses gekommen waren. Durch die Mensa, sagte Weiler, gewännen "alle beteiligten Schulen deutlich an Profil". In einer Zeit, in der diese immer mehr zum Rundumbetrieb würden, müsse "auch in puncto Essensversorgung" etwas geboten werden.

Zur Eröffnung speisten die Schüler kostenlos. Künftig haben sie für 4,60 Euro die Wahl zwischen zwei Menüs (eines davon vegetarisch). Etwas günstiger ist der Salatteller mit täglich wechselnden, saisonalen Komponenten. Wie viele Schüler welches Gericht verlangen, wird Küchenchef Lutz Adler von der Acura-Klinik, die für das Catering zuständig ist, stets vorher wissen. Denn spontan in die Mensa gehen kann keiner: Es ist eine Voranmeldung erforderlich. Die Kinder und Jugendlichen oder ihre Eltern sehen die Speisepläne online ein - und entscheiden sich, an welchen Tagen sie das Angebot nutzen wollen. An der Essensausgabe wird dann nur noch ein Chip aufgelegt - und der entsprechende Betrag bei den Eltern abgebucht.

"Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass die Schüler relativ kurzfristig bestellen oder abbestellen können", betont Geschäftsführer Christian Hoff von den Mobilen Pädagogischen Diensten (Mopädd). So erfolge die Anmeldung erst spätestens einen Tag zuvor. Hoffs Mitarbeiter werden die Mensa betreiben: "Zwei hinter der Theke, zwei davor." Letztere sorgen auch dafür, dass in den Essenssälen alles glatt läuft.

Divine Ngani und ihre Klassenkameraden von der 9a der Realschule waren gestern zur Eröffnung die Ersten an der Essensausgabe. Eine halbe Stunde später zeigten sich die Neuntklässler vollauf zufrieden. "Es war gut", war von einigen zu hören. Und auch die Räume mit dem grasgrünen Fußboden fanden Gefallen: "Schön hell", urteilten Ngani und ihre Freundinnen Romina Laszcz und Vanessa Morris. Ob sie dort künftig häufiger essen werden? "Na klar", sagt Ngani, "wenn wir Mittagsschule haben."

 

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Bilder: Kern - Badisches Tagblatt

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